Willkommen bei kompetenzraster.de!
Hier finden Sie Informationen zum Einsatz von Kompetenzrastern in Lernsituationen.
Was sind Kompetenzraster?
„Kompetenzraster sind tabellarische Einschätzungsraster, mit denen Lernende und Lehrende gemeinsam arbeiten. Mit ihnen wird ein Entwicklungshorizont abgesteckt, in dem in differenzierter Weise der Weg beschrieben wird, und zwar von einfachen Grundkenntnissen bis hin zu komplexen Fähigkeitsstufen.
Mit Kompetenzrastern werden Inhalte und Qualitätsmerkmale verschiedener Lern- oder Arbeitsbereiche in Form von 'Ich kann ...'-Statements definiert (z.B. 'Ich kann die Bedeutung von physikalischen Begriffen als Kommunikationsgrundlage erläutern ...'). Die Beschreibungen ermöglichen es Lernenden, sich zu orientieren und ihre Arbeiten mit den formulierten Kompetenzen in Beziehung zu bringen.“ (Quelle)
In einer Achse des Rasters sind Fähigkeiten/Schlüsselqualifikationen aufgeführt, die den fachspezifischen Lern- und Arbeitsbereich bestimmen. Zu diesen Kriterien werden in anderen Achse Niveaustufen definiert. Die individuelle Zelle in der Matrix ist dann die Kompetenz, die (u.a.) mit 'Ich kann ...' näher beschrieben wird.
Konsequent umgesetzt, kann man für ein Wissensgebiet (z.B. ein Schulfach) den kumulativen Kompetenzerwerb über sog. Kompetenzraster definieren, bis hin zu den Anforderungen für Abschlüsse wie Mittlere Reife und Abitur.
Rechts sind zwei Beispiele mit Ausschnitten aus Kompetenzrastern.
Warum sind Kompetenzraster von Bedeutung?
- Kompetenzraster fördern das kompetenzorientierte Lernen, indem sie den jeweiligen Lernstand verdeutlichen und zur Festlegung von Zielen herausfordern.
- Kompetenzraster sind ein wirksames Mittel zur Umsetzung und Operationalisierung der verabschiedeten KMK-Bildungsstandards.
- Somit diesen sie auch dem selbsgesteuerten Lernen. Im Dialog zwischen Lehrer und Schüler kann sich der bestmögliche Lernweg erschließen: Diagnose -> Ziele -> Lernen -> Überprüfung -> Dokumentation -> Was ist mein nächstes Ziel?
Wo finde ich mehr Informationen?
Inzwischen findet man beim Recherchieren im Internet unter „Kompetenzraster“ und „Kompetenzstufen“ sehr viele Einträge, was das große aktuelle Interesse an diesem Ansatz bestätigt. Hier zwei Beispiele:
- Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, lehren, beurteilen (www.goethe.de)
- Kompetenzraster - individualisiertes Lernen - Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule e.V. (www.ggg-hessen.de)
Kompetenzraster gehören zu den Modellen zum Kompetenzerwerb - siehe hierzu Lersch, R.: Kompetenzfördernd unterrichten. 22 Schritte von der Theorie zur Praxis, in Pädagogik, Heft 12/2007, S. 36-43.
Die Hansestadt Hamburg hat Ende 2007 mit einem Schulversuchsprogramm „Moderne Kompetenzmessung und -beschreibung“ begonnen. Hier gibt es Informationen dazu.
Auch veranstaltet die GGG Hessen regelmäßig Klausurtagungen zum Lernen mit Kompetenzrastern am Institut Beatenberg bei Interlaken (Schweiz). Infos gibt es unter www.ggg-hessen.de.
Was finden Sie bei uns?
Unser Fokus richtet sich auf die Verwendung von Kompetenzrastern als Instrument für kompetenzorientiertes und selbstständiges Lernen, als Basis für die pädagogischen Arbeit in der Sekundarstufe.
Hierzu arbeiten wir in zwei Richtungen:
an der (Weiter-)Entwicklung von fachspezifischen Kompetenzraster-Inhalten
an der Software-Unterstützung des Einsatzes von Kompetenzrastern in der Praxis.
Kompetenzraster-Programm KORA
Seit 2007 wird an der Montessori-Schule Hofheim das extern entwickelte Kompetenzraster-System KORA eingeführt. Momentan konzentrieren wir uns auf die interne Nutzung und den Erfahrungsaufbau. An eine externe Vermarktung wird derzeit nicht gedacht.


